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Kompetenter Partner der Ergotherapie
Geniale, einfachste und überzeugende Lösungen aus Hamburg


Ergotherapeutische Hilfen entwickelt
Modernste Therapieform und großer Luxus war in den fünfziger Jahren der Kufenwebstuhl in der motorisch-funktionellen Ergotherapie*. Nur in der Schule im Anna-Stift in Hannover stand ein Prototyp aus Holz. Die junge Ergotherapeutin Ute Schmidt-Carlshausen hatte den Auftrag, 1959 die Abteilung für das neue Berufsgenossenschaftliche Krankenhaus Boberg zu planen und einzurichten, und das gestaltete sie so perfekt, dass ihre Abteilung noch Jahrzehnte später als vorbildlich in Mitteleuropa galt. "Eigentlich war alles, was ich brauchte, für die Handwerker, die es bauen sollten, neu. Es gab Zeichnungen, aber kaum Modelle. Zunächst musste ich also Handwerker finden, Mitstreiter, die bereit waren, sich in dieses Gebiet einzudenken, und Nitzbon war ein Betrieb für Metallbau und Schlosserei in der Nachbarschaft des Klinikums", erinnert sie sich.

"Der Betrieb gehörte damals noch meinem Vater und ich stürzte mich gerne in die Herausforderung, die sich hier bot. Es galt nach dem Modell des damals einzigen Kufenwebstuhles in Deutschland am Anna-Stift in Hannover, eine belastbare Metallkonstruktion zu entwickeln. Die leitende Ergotherapeutin, Beschäftigungstherapeutin damals, Ute Schmidt-Carlshausen, hat das mit dem Architekten zusammen skizziert, und dann haben wir nach ihren Vorstellungen gebaut. Ute Schmidt -Carlshausen war die Urheberin dieser gesamten Geschichte", erinnert sich Uwe Nitzbon.

In dieser Zeit wurde die Aufenthaltsdauer in Krankenhäusern in Wochen und Monaten gerechnet. Heilung und Rehabilitation dauerten lange. Das forderte von den Patienten viel Geduld. Die Ergotherapie hatte neben der Aufgabe einer möglichst zügigen Rehabilitation auch die, Menschen denen diese Zeit zu lange wurde, zu motivieren. Es galt auch, sie sinnvoll zu beschäftigen. Der Kufenwebstuhl und ähnliche Geräte, an denen Bewegung geübt und dabei das Fach am Webrahmen eingestellt wurde, waren das Mittel der Wahl. Um Flexion-Extension im Kniegelenk, Pro- und Supination an Fuss oder Hand zu trainieren, wurde der Kamm über Flaschenzüge bewegt. Die Ergotherapeutin konnte Bewegungsausmaß und Widerstand exakt auf den Bedarf des Patienten einstellen. Höhenverstellbare Tische an der Wand und hochgehängte Webrahmen gehörten in dieses Konzept, bei dem Funktionalität eine große Bedeutung hatte.

Schon kurz nach der Einweihung der BG Klinik in Hamburg kamen Besucherinnen und Besucher, um sich die Abteilung anzusehen. Nitzbon erhielt die ersten Aufträge aus Abteilungen in Bad Bramstedt, Frankfurt -Höchst und Höxter. Ein Standbein war dieser Bereich für die Firma Nitzbon aber noch lange nicht; sie lebte weiterhin vom Metallbau, von Geländern, Blechen, Aluminiumsystemen und mehr.

Konkurrenzlos in vielen Bereichen
Zum Weltkongress der Ergotherapeuten 1970 in Zürich wagte Uwe Nitzbon sich mit einem Stand. Ute Schmidt-Carlshausen half ihm, sich vor den Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten aus allen Ländern der Welt angemessen darzustellen. Von dort brachte er viele interessante Impulse und Kontakte mit. "Mit dem Entschluss, am Kongress teilzunehmen, hatte ich mich auch dafür entschieden, auf dieser Ebene weiter zu arbeiten", berichtet Uwe Nitzbon, und er bekam Anerkennung, erhielt neue Aufgaben, Probleme zu lösen, gewann Vertrauen. Weil es noch so wenige Ergotherapie-Abteilungen und erst sieben Schulen gab, war selbst mit der Produktion kleiner Mengen nicht zu rechnen, Gebrauchsmusterschutz oder gar ein Patent anzumelden, kam kaum in Frage.

"Die Kollegen hielten dieses Engagement meines Vaters wohl für tollkühn und versuchten gar nicht erst in seine Nische zu drängen. Das war unser Glück", schließt Petra Nitzbon-Grimberg aus dieser Geschichte. Die Kauffrau ist heute für das Marketing im Hause Nitzbon zuständig. "Nitzbon war der einzige, der Webstuhladaptionen und dafür geeignete Stühle baute. Als Mitte der siebziger Jahre die Ergotherapie bekannter und damit sehr gefragt wurde, stieg auch die Nachfrage nach seinen Produkten und niemand ausser ihm konnte liefern. Damit wuchs auch der Bekanntheitsgrad von Nitzbon." Uwe Nitzbon hat sich also gemeinsam mit der Ergotherapie in Deutschland entwickelt, hat viel von den Therapeutinnen gelernt, sich genauestens auf den Bedarf der Ergotherapie eingestellt und konnte so auch viel Wissen und Können zusammen mit interessanten Produkten zurückgeben. Dabei hat er viel Einfühlungsvermögen, Ausdauer, Geduld und viel Liebe zur Sache bewiesen.

Ein aufmerksamer Zuhörer und Begleiter
Mit gelungenen Problemlösungen gewann Uwe Nitzbon Anerkennung und Vertrauen. "Es war eine kontinuierliche Spirale, die sich immer weiter öffnete", erinnert sich Uwe Nitzbon. "Wenn wir ein Problem neu zu lösen hatten, dann hatten wir immer im Auge, etwas besonderes zu machen in Bezug auf Entwicklung, Konstruktion und Preis." Für Dysmele Kinder hat er einen Patronen-Tisch mit einem Scheren-Parallelogramm entwickelt. So wurde es möglich, die Arbeitsfläche bis zum Boden hin in jedem Winkel zu verstellen. Damals war es eine bahnbrechende Erfindung, die die optimale Behandlung von vielen "Contergan-Kindern" erst möglich machte. Und ähnliche Ergebnisse ziehen sich durch die ganze gemeinsame Geschichte.

Hubert Rubitschon und andere Ergotherapeuten sehen bei Nitzbon die Ruberbahn für SI-Theapie optimal umgesetzt: "Er ist ein ausgenommen angenehmer Mitmensch, mit dem man über alles reden kann. Er ist technisch sehr versiert und verfügt über ein breites Wissen. Dabei kann Uwe Nitzbon auch sehr gut zuhören und sich in den Bedarf seines Gegenübers einfühlen. Er kennt Ergotherapie inzwischen sehr genau und kann sehr passende Lösungen anbieten", berichtet Hubert Rubitschon. " Er ist ein kritischer Techniker, der Lösungen von Ergotherapeuten genau hinterfragt. Es ist ja auch nicht so, dass er ein Gerät produziert und es dann verkauft, vielmehr sind immer wieder tausend Anpassungen nötig. Jede Praxis fordert eine individuelle Lösung. Manchmal lässt sich das Gerät nicht an der Decke oder nicht an der Wand anschrauben, ein anderes mal reicht die Raumhöhe nicht aus. Keines der Geräte, das er in seine Produktlinie aufgenommen hat, war völlig erfolglos."

Immer am Puls der Zeit
Nitzbon konzentriert sich ganz auf die Forschung und Entwicklung von innovativen Konstruktionen für die Bereiche Ergo- und Rehabilitations-Therapie. Mit der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft im Frühjahr 2001 wurde der Grundstein zu einem weiteren Ausbau und Wachstum des Unternehmens gelegt. Seitdem liegt die organisatorische Leitung in den kompetenten Händen der Geschwister Petra Nitzbon-Grimberg, der Kauffrau und Jens Nitzbon, dem Entwickler und Ingenieur. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass die Unternehmensphilosophie, "Konstruktionen fürs Leben gewährleisten", konsequent im Dialog mit den Kunden und zum Wohl der Anwender fortgeführt wird. Ihr Konzept: Die Tradition von Nitzbon - ideenreiche Planung, praxisorientierte Lösung und hohe Qualität - mit kontinuierlicher Verbesserung der Produkte zu verbinden.

Die dritte Generation Nitzbon im Betrieb steht vor ganz neuen Herausforderungen. Der Markt dreht sich heute viel scheller und es sind ganz andere Lösungen und gefordert.

Um immer wieder schlüssige Neuheiten und Weiterentwicklungen bieten zu können halten beide engen Kontakt zu Ergotherapeuten und anderen Fachleuten. Mobilitätshilfen, therapeutische Tische und Stühle sowie innovative Übungsgeräte für den Bereich der Pädiatrie nur ein begrenzter Ausschnitt von dem, was Nitzbon heute zu bieten hat. Die Auseinandersetzung mit diesem höchst innovativen Team lohnt sich.

* Damals war noch der Begriff Beschäftigungstherapie üblich. Um Mißverständnisse zu vermeiden und um den Text flüssig zu halten, wird er hier nicht verwendet.