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Zwiespalt: Zusatz- und Freiverkauf-Produkte
Ein kleiner, aber zukunftweisender Bereich im Sanitätshaus, der Image fördernd und Vertrauen bildend wirkt.

Gesellschaftlicher Wandel, Umstrukturierungen im Gesundheitswesen und wirtschaftliche Misere treffen den Sanitätsfachhandel besonders hart und an vielen sehr sensiblen Stellen der Betriebe.

Seit Margen und Umsätze wegbrechen, weil die Kostenträger viele Leistungen nicht mehr übernehmen, ist Umdenken angesagt. Wo man früher an Verordnungen per Rezept oder einen schnellen Abverkauf gewohnt war, muss man sich heute um vieles mehr über Dienstleistung, Beratung und Kompetenz bewähren, identifizieren und darstellen. Wir stehen zur Zeit in einer ungewissen Situation, sicher sind nur der Umbruch und die bevorstehende Systemveränderung. Deshalb geht es nicht erst jetzt darum, das Bild des Sanitätshauses konstruktiv zu verändern, und es den neuen, zukunftweisenden Voraussetzungen anzupassen. Mehr denn je gilt es, sich auf die Kernkompetenzen zu besinnen um das gewachsene Wissen und Können der Orthopädie-Technik und des Fachhandels darzustellen, sich nicht mehr auf Rezepte als Selbstverständlichkeit zu verlassen, umsichtig zu handeln ohne zu resignieren und dabei die Chancen der Zukunft im Auge zu behalten. Die Rahmenbedingungen allerdings sind denkbar schlecht: Die wirtschaftliche Situation entwickelt sich kontinuierlich nach unten. Aber nur in derart schwierigen Zeiten entwickelt sich auch echte Kreativität. Das ist bei aller Unsicherheit und mancher Tendenz zur Resignation besonders im Sanitätshaus zu beobachten.

"Das Sanitätshaus, wie wir es heute kennen, wird es langfristig kaum noch geben," erklärt Rüdiger Schmauder von Hartlieb in Göppingen. Es gilt also neue Wege zu entwickeln, sich auf die eigene Kompetenz und Dienstleistung zu besinnen. Produktwissen und Aufklärung des Verbrauchers sind angesagt. Dabei haben einige Häuser zu sehr kreativen, andere zu extremen Lösungen gegriffen. Inzwischen liegt die Abgrenzung deutlich auf der Hand: Was Kaufhäuser oder Internetanbieter billiger und ohne Beratung anbieten können, das gehört nicht in den Fachhandel. Schnelldreher gehören kaum ins Sanitätshaus, werden dort ganz sicher auch nicht gesucht und sind daher auch sehr schnell beachtlich selten geworden. Gefordert sind Produkte, die zum Sanitätshaus passen, deren Hersteller dem Fachhandel treu sind und sich verpflichten, zuverlässige Qualität zu bieten. Das Sanitätshaus braucht Produktlinien, mit denen es sich im Markt positionieren kann. "Klassische Produkte für den Freiverkauf im Sanitätshaus sind Skooter und Tempur-Produkte", erklärt Klaus Beller von Storch und Beller Karlsruhe.

Nun gilt es, den für das einzelne Sanitätshaus stimmigen Weg zu entwickeln. Denn: Wo die Umsätze über Prothesen-Versorgung und ähnliche Produkte gemacht werden, kann der Zusatzverkauf nur einen sehr niedrigen Prozentsatz einnehmen. Aber schon für einen Anteil unter zehn Prozent lohnt es sich, dafür Raum zu nutzen, denn der Aspekt der Imagebildung fordert hier seine Beachtung.

Im Schatten der Strukturreformen
Die gesundheitspolitischen Engpässe und ihre weitere Entwicklung werden langfristig von besonderer Bedeutung sein. Wenn immer mehr Produkte aus dem Hilfsmittelverzeichnis herausfallen, dann werden immer mehr Menschen sich selbst versorgen müssen. Nur der Sanitätsfachhändler, der sich dann schon durch freiverkäufliche Produkte unabhängig gemacht hat, der umfassend beraten und verkaufen kann, wird überleben.

Wie gut der Freiverkauf dann laufen wird, hängt heute vorwiegend von der Marketing-Strategie des einzelnen Hauses ab. Hier gilt es schon in der Planung genau zu überlegen, welche Produkte in welche Versorgungslinie passen, und welche Fachleute in der Lage sind, die für den Kunden notwendigen und für den Verkauf sinnvollen Verknüpfungen zu leisten. Denn: Der Freiverkauf ist massiv abhängig von der Beratungskompetenz der Mitarbeiterinnen und -arbeiter. Und diese Kompetenz wiederum wächst mit entsprechender Aus- und Weiterbildung sowie mit dem Grad, in dem das Management in der Lage ist, seine Philosophie zu entwickeln und zu vermitteln. Der Weg dorthin ist zweifellos hart und stellt manchen innovativen Sanitätshausinhaber vor schwierige Entscheidungen. Denn auch dieser Aspekt ist nicht zu vernachlässigen: Schon jetzt lassen sich einige Kunden im Sanitätshaus beraten um dann billig im Internet oder an einer anderen Stelle einzukaufen. Häufiger aber ist zur Zeit noch die nicht ganz lückenlose Beratung, und das hat viele, sehr unterschiedliche Gründe.

Beratungsspektren und -kompetenz
Neue Mitarbeiterinnen schickt Rudolf Glück, Reutlingen, auf viele Hersteller-Seminare. Dabei stellt er fest, dass die Qualität sehr unterschiedlich ist: "Es gibt absolut überzeugende Seminare, bei denen die Mitarbeiter nicht nur alles über Krankheitsbilder, Produkte, Produktgruppen, Indikationen und Zuverkaufsprodukte erfahren. Bei anderen überwiegt der Unterhaltungswert." Dabei hält Rudolf Glück diese Seminare ungeheuer wichtig, denn hier hat die Mitarbeiterin die Chance, sich den notwendigen Überblick außerhalb des Hauses zu verschaffen.

Der Vergangenheit angehören sollten nächstens Beispiele wie dieses: Gerda P. (72) wurde erst nach ihre Hüft-Endoprothese mit einem Strumpfanzieher für ihre Kompressionsstrümpfe und anderen Hilfen versorgt, dies obwohl sie noch viele andere Verschleißerscheinungen und Einschränkungen hat. Vorher hatte sie nach einer Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe gesucht, kam aber ohne diese Hilfe von ihrem Ausflug durch die Sanitätshäuser zurück. Sie war nicht vorrätig und weil ihr das Gerät auf dem Bild zu sperrig vorkam, schob sie die Anschaffung lieber hinaus. Auf die Idee, dass Frau P. dringend auch eine Greifzange, elastische Schuhbänder, einen langen Schuhlöffel und mehr brauchte, kam der Fachhändler nicht.

In diesem Falle wäre der Zusatzverkauf wohl nicht nur sinnvoll und Gewinn bringend, sondern auch noch äußerst notwendig. Was hätte man da nicht noch alles verkaufen können! Hip-Save, Thera-Band, Hometrainer, Gymnastikball, Greifzange, Kücheneinrichtung, Stehstuhl, Seniorensessel, Massagesessel, Badewannensitz, Duschsitz, Badewannen-Lift, Toilettenerhöhung, diverse Griffe im Bad und verschiedene Griffverlängerungen, Treppenlift, gar nicht zu reden von dem Skooter, mit dem sie den steilen Berg zu ihrem Haus endlich wieder alleine bezwingen könnte. Selbst eine Schwäbin wie Gerda P. ist vom Kauf der Hilfsmittel zu überzeugen, mit denen sie die ständigen Schmerzen vermeiden könnte. Im Sanitätshaus hat sie den Verkäufer, der sie für beide Seiten befriedigend beraten hätte, nicht gefunden. Dies, obwohl sie mit neuen Wünschen ausgestattet, immer wieder in verschiedenen Sanitätshäusern einkauft. Fast könnte man annehmen, es läge nicht in der Verantwortung - gar nicht zu reden vom Interesse - des Sanitätshandels, Menschen, die weit gehend unabhängig sein können, auch entsprechend auszurüsten. "Ich muss gestehen, dass im Bereich des Zusatzverkaufes kaum ein Inhaber eines Sanitätsfachgeschäft mit den Fähigkeiten seiner Mitarbeiter ganz vollkommen zufrieden sein kann", bedauert Klaus Beller von Storch und Beller Karlsruhe, als er diese Geschichte hört.

Oft finden wir im Sanitätshaus und im Orthopädie-Fachhandel entweder den flexiblen Verkäufer oder den kompetenten Fachhändler oder den Handwerker vor. Die übergreifenden Fähigkeiten sind relativ selten, dabei wären doch für die optimale Versorgung des Patienten und für den Abverkauf genau diese Fähigkeiten wünschenswert. Erschrecken mag in diesem Zusammenhang auch das Beispiel eines anderen Sanitätshauses, in dem das volle Spektrum an Fitness-Geräten vorrätig ist, in dem über Rehabilitationshilfen aber vorwiegend an Hand des Kataloges beraten wird.

Über Bedarfsweckung und Fürsorgepflicht
Die Fürsorgepflicht dem Kunden gegenüber macht es dringend notwendig, über die Geräte und Hilfsmittel zu informieren. Denn es geht nicht nur darum, einem behinderten Menschen oder dem Patienten das Leben wesentlich zu erleichtern, Gefahrenquellen und Unfälle zu vermeiden, es gilt vielmehr auch, ihm die gesamte Kompetenz und das umfassende Angebot im Sanitätshaus zu vermitteln. Immer wieder hört man Klagen, dass die Sanitätsfachverkäufer und -verkäuferinnen sich genau auf diese Situation nicht genügend einstellen. Selbst im gut mit Information und Seminaren versorgten Bereich der Kompressionsstrümpfe gelingt das noch nicht immer optimal. Ein Sanitätshausbesitzer druckt mit dem Formblatt, in das die Daten für Kompressionsstrümpfe eingetragen werden, auch die Produkte aus, die ein Mensch in dieser Situation brauchen könnte: Strumpfanzieher, Gummihandschuhe, Schuhlöffel .... und vieles mehr. Verkäuferinnen und Verkäufer sollen damit auf die Möglichkeiten des Zusatzverkaufes aufmerksam gemacht werden. Und in dieser Hinsicht gibt es noch viel zu tun, denn zu oft kommen Menschen noch ohne umfassende Beratung aus dem Sanitätshaus - und ohne die Hilfsmittel, die ihnen wesentlich nützen könnten. Das Management vieler Häuser trifft hierzu die gleiche Aussage: "Es ist schwierig, das Fachpersonal so umfassend zu schulen, dass es auf allen Gebieten den Überblick und die notwendige Beratungskompetenz hat. Die eine Fachverkäuferin hat sich auf Diabetes spezialisiert, die andere kennt sich im Venenkompetenzzentrum besonders gut aus, an anderen Stellen des Hauses sind sie nur bedingt einsetzbar." Dabei wäre eine besonders sensible Beratung wünschenswert, denn der Fachhandel ist ja in einem ganz besonderen Zwiespalt. Zwar wären viele Versorgungen im Sinne der Prävention oder um dem Patienten das Leben zu erleichtern notwendig, aber die Anbieter sind auch von den Krankenkassen gehalten, keinen zusätzlichen Bedarf für eine Verordnung zu wecken. Da muss man schon sehr gut balancieren können, um einen guten Weg für alle Seiten zu finden. Und genau in diesem Balanceakt liegt auch die Chance. Mit einer umfassender Beratung kommt der Fachhandel seiner Fürsorgepflicht für den Kunden nach, bewahrt ihn vor Schwierigkeiten, die er selbst oft nicht voraussehen kann. Gleichzeitig nutzt er mit kompetenter Beratung die Chance, das Image des Sanitätshauses zu stärken, zu stabilisieren und auf einen breitere Basis zu stellen.

Die Balance zwischen Freiverkauf und Kernkompetenz und damit der entsprechende Erfolg im Sanitätshaus orientieren sich daher immer deutlicher in Richtung Gesundheit und Prävention. Denn: Das Image des Sanitätshauses lässt sich nur mit solchen Produkten gestalten, die tatsächlich nahe an der Kernkompetenz und der Marketing-Philosophie des jeweiligen Hauses liegen.

Als Falle zeigt es sich allerdings, wenn Freiverkauf und Kernkompetenz strikt getrennt werden, denn nur wenn die Fachhändler ihre Kunden und Patienten umfassend beraten, können Zusatzverkäufe auch flüssig laufen. Da macht es zweifellos Sinn, wenn ein Sanitätshaus-Inhaber, der viele Freiverkaufprodukte in seinem Sortiment hat, zunächst einen großen Teil auslaufen lässt, um gemeinsam mit seinem Team die auszuwählen, die am besten in die Kompetenz und ins gewünschte Image des Hauses passen. Mit solcher Fokusierung wird auch eine solide Basis für die Identifikation der Mitarbeiter mit dem sich wandelnden Image und mit den neu aufgebauten Produktlinien gelegt.

Ein anderes Sanitätshaus lädt seine "Rollator-Kunden" per Mailing ins Haus ein, informiert über weitere Erleichterungen und bindet damit die Betroffenen und deren Angehörigen an sich. Nur wer den Bedarf seiner bestehenden Kunden erkennt und auch in deren Sinne voll ausschöpft, wird im Freiverkauf auch optimalen Erfolg haben. Neukunden zu werben ist - auch das haben viele Sanitätshausbesitzer schon in der Praxis erfahren - über Anzeigen und Mailings nur begrenzt möglich. Das Sanitätshaus überzeugt immer noch am meisten durch Qualität, direkten Kontakt und durch Empfehlung. Dies ist durchaus eine gute Basis, da viele Menschen sowieso dazu übergehen, der klassischen Werbung immer weniger zu vertrauen und da die Zahl der Menschen, die Hilfe brauchen täglich ansteigt. Die Mund-zu-Mund -Propaganda und die Arbeit über Multiplikatoren gewinnt daher auf viele Märkten und ganz sicher im Gesundheitswesen wieder an Bedeutung.

Natürlich ist es auch nicht immer einfach, kranke und behinderte Menschen zu beraten. Der Fachhändler trifft immer wieder Menschen, die völlig gegen das arbeiten, was sie eigentlich brauchen um ihren Gesundheitsstatus halbwegs zu erhalten. Beim Menschen nach einer Amputation nach Durchblutungsstörungen beobachtet er, wie er sich extrem wenig bewegt oder er sieht ihn gar rauchen. Unzählige weitere Beispiele gibt es, die dem auch dem guten Berater die Arbeit schwer machen.

Zauberwort Venenkompetenzzentrum
Viele sehr gute Hilfen für Marketing und Schulung gibt es besonders von den Herstellern von Kompressionsstrümpfen. Hier ist das Angebot von Seminaren, Verkaufs- und Präsentationshilfen, an attraktiven Aktionen und Vernetzungsmöglichkeiten fast unüberschaubar. Der Fachhändler braucht nur noch auszuwählen und zuzugreifen, und gerade in diesem Bereich liegt Kompetenz, die niemand dem Sanitätshaus streitig machen kann. Das Fachpersonal kann mit Hilfe von Hersteller-Seminaren für diese Zentren auf den Punkt genau geschult werden. Hier wurde beispielhaft für andere Bereiche schon viel vorgedacht und vorbereitet. Ähnliche Schwerpunkte sind in den Bereichen Gelenke, diabetischer Fuß und vielen anderen zu sehen.

Telemedizin wirft ihre Schatten voraus
Immer mehr Sanitätshäuser nutzen die Möglichkeit, sich im Internet darzustellen und bei einigen findet man auch schon einen Internet-Shop angegliedert. Solche Seiten geben meist einen perfekten und fast vollständigen Überblick über die Angebote im Sanitätshaus. Auch hier ist zu beobachten, wie unterschiedlich Sanitätshäuser ihre Präsentation strukturieren und wie achtsam oder auch wie lieblos sie mit den Zuverkaufs- und anderen Produkten umgehen.

Teufelskreis: Zeit, Einsatz und Umsatz
"Die Bereitschaft, in die Ausbildung von Fachkräften zu investieren, lässt deutlich nach", stellt Wolfgang Raabe fest. Bis vor Kurzem hat er bei einem Sanitätshaus in Nürnberg gearbeitet, und jetzt ist er für das Marktmanagement Deutschland im Bereich Rehabilitation bei Otto Bock zuständig.

Wo an Personal gespart werden muss, schmerzt es schon, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin für zwei bis drei Arbeitstage auf einer Schulung ist. Da werden Investitionen in diesem Sektor genau reflektiert. Deutlich bevorzugt werden dabei Hersteller-Seminare, die über Produkte informieren oder im Verkauf dieser Produkte schulen und Argumente den Kostenträgern gegenüber liefern. Dabei steht die Beratungskompetenz im Vordergrund. Verkaufskompetenz jedoch kann nur übergreifend in Bezug auf Hersteller und Produkt geschult werden. Diese Schulungen, die am freien Markt angeboten werden, sind allerdings wesentlich teurer und aufwändiger als die Produktschulungen der Hersteller.

"Wenn man ein neues Zusatzgeschäft anstrebt, dann geht das in Richtung Privatmarkt und setzt voraus, dass ich meine Mitarbeiter sehr sensibel darauf vorbereite. Bedarf zu wecken, ist schon etwas sehr gefährliches in unserem Fach, weil es entgegen den Wünschen der Kostenträger geht. Man muss sich völlig von dem Gedanken lösen, dass man es mit einem kranken Versicherten zu tun hat. Einen Kunden muss und kann man ganz anders ansprechen, denn man will ihm ja Dinge verkaufen, die kein Kostenträger übernimmt", erklärt Wolfgang Raabe, der bis vor Kurzem bei einem Sanitätshaus in Nürnberg gearbeitet hat, und jetzt für das Marketing Deutschland im Bereich Rehabilitation bei Otto Bock zuständig ist.

Image fördern und Vertrauen bilden
Nur wer heute in Imagepflege investiert, hat langfristig Chancen. "Es gehört zum Standardgeschäft, neben den verordnungsabhängigen Produkten sein Sortiment intelligent abzugrenzen und gleichzeitig in der Tiefe des Sortimentes gut bestückt sein. Der Fachhändler muss sich heute genau überlegen ob und welche Massenartikel sich lohnen. Er muss versuchen sein Sortiment intelligent abzugrenzen", erklärt Andreas Schaper von Bertram.
"In der Pflege gibt es unglaublich viele Produkte, die nicht über ein Rezept verordnet werden", berichtet er weiter. "Hier sind dem Sanitätsfachhandel keine Grenzen gesetzt."

Gerade bei Zusatzverkäufen zeigt sich die Philosophie des jeweiligen Hauses und das Verständnis über die Produkte, die fürs Sanitätshaus zwingend in diesen Bereich gehören. Sie sind ein sensibler Maßstab für den Grad, in dem sich der Fachhandel auf neue Markt- und politische Situationen einzustellen in der Lage ist. Heute geht es doch darum, dass möglichst viele Menschen ins Sanitätshaus kommen um dort zu erfahren, dass man hier viele interessante Produkte zur Gesundheitsvorsorge bekommt. Die Verordnung per Rezept wird in den nächsten Jahren immer mehr zurückgehen, immer mehr Gewicht auf Freiverkauf zu legen ist unumgänglich. Daher ist es auch eine Aufgabe des Sanitätsfachhändlers, seinen Kunden Hilfestellungen zum Umdenken anzubieten.